Feb 10 2021

Kreativität mit künstlicher Intelligenz steigern

Am 9. Februar 2021 durfte ich einen Vortrag über Künstliche Intelligenz als Kreativboost halten. Hier fasse ich den Beitrag kurz zusammen.

Nicht erst seit der Veröffentlichung der neuen KI-Filter in Adobe Photoshop wird Künstliche Intelligenz im Kreativbereich genutzt. Schon seit längeren arbeitet KI im Hintergrund oder wird schon gezielt im Design eingesetzt. Doch wie kann ein Designer KI gezielt nutzen, um die eigene Kreativität zu erweitern? Bei meinem Vortrag beim legendären Feierabend der netzstrategen habe ich genau darüber gesprochen! Danke an dieser Stelle besonders an Julia, Julius und Timo für die großartige Orga, die extrem guten Visuals und die Technik sowie die tolle und sympathische Morderation.

 

Was ist Kreativität?

Um zu verstehen, wie man die eigene Kreativität erweitern kann, muss man zunächst eine Definition des Begriffs haben. Doch das ist nicht so einfach, denn es gibt keine allgemein gültige Definition von Kreativität, sondern viele verschiedene Ansätze aus der Kreativforschung. Aber wo sich viele Forscher einig sind: Kreativität bedeutet, etwas neues zu erschaffen und zu kreieren, das auch noch einen schöpferischen Wert besitzt. In diesem Blogartikel habe ich mich mit dem Thema Kreativität noch intensiver auseinandergesetzt.

 

KI ist nicht gleich KI

Hier gibt es verschiedene Modelle. Ich habe mich besonders mit GANs (Generative Adversarial Networks) beschäftigt. Dies ist eine Art Künstlicher Intelligenz, die etwas erzeugen kann. Gerne werden diese Neuronalen Netzwerke auch “Kreative KI” genannt. Wie so eine KI bzw. GAN funktioniert, erkläre ich in meinem Vortrag.

Solche und viele andere KI-Systeme werden zunächst mit sehr vielen Daten trainiert. Machine Learning bedeutet nichts anderes, als einen Input zu nehmen, diesen dann umzuwandeln und einen Output zu geben.

Memo Akten, ein Digital Artist, nutzt KI, um mithilfe von Deep Learning die Mensch-Maschine-Interaktionen künstlerisch auszudrücken. Er sagt: Wir lernen und erleben Dinge und alles, was neu hinzu kommt, setzen wir in den Kontext zu dem, was wir bisher erlebt und gelernt haben. Die Daten, die wir den Maschinen geben, beeinflussen ihre Sicht auf die Welt. Dabei stellt er sich auch die Frage, ob er der Künstler ist, oder die Maschine? Er sieht es als seine Kreationen an, denn obwohl die Maschine einen gewissen Grad an Autonomie besitzt, ist sie eine Erweiterung seiner selbst. Sie wird mit den vom Künstler ausgewählten Daten gespeist und ist in gewisser Weise voreingenommen, lernt aber auch hinzu und entwickelt vielleicht ihre eigene Sicht der Dinge.

 

 

Kreativität mit KI steigern

Kreativität auf Knopfdruck gibt es nicht. Künstliche Intelligenz sollte als Erweiterung der eigenen Kreativität gesehen werden. Sie ist ein Werkzeug, um Neues und Schöpferisches zu erstellen. So wie irgendwann Computer zu einem Werkzeug wurden und die Programme die wir täglich nutzen immer mehr Möglichkeiten bieten, kann KI genauso ein Mittel zum Zweck werden. Ich finde, das Arbeiten mit generativem Design, das einerseits mit KI aber auch anderen Programmiersprachen umgesetzt werden kann, lädt zum Experimentieren ein und kann zu neuen und unerwarteten Designs inspirieren. Künstliche Intelligenz kann alltägliche, weniger kreative und dafür zeitaufwändige Aufgaben übernehmen, wie das Freistellen von Fotos oder dem Verfassen von Standardtexten. So kann der Designer sich auf seine kreativen Aufgaben fokussieren und hat mehr Freiräume.

Im Vortrag gehe ich noch weiter auf das Thema ein, doch das ist nicht das letzte gesprochene Wort. Künstliche Intelligenz wird ständig weiterentwickelt und es kommen immer neue Möglichkeiten hinzu.

 

KI als Kreativitätshemmer

Doch die Nutzung von KI kann sich auch negativ auf die Kreativität auswirken. Designer k.nnten sich abh.ngig von der Maschine machen. Sie übernimmt selbstverständliche Prozesse und sie verlassen sich auf sie. Für spätere Generationen wird dies umso schwerer, manche Aufgaben ohne Maschine zu erledigen. „Wenn intelligente Systeme in offenen welten erfolgreich agieren sollen, dann werden wir in kleinen Schritten immer größere Teile unserer eigenen Autonomie an sie abgeben müssen. Jeder einzelne dieser Schritte mag uns rational erscheinen. Dadurch sinken aber auch die Transparenz und die Vorhersagbarkeit; technische Pannen können zu Kettenreaktionen führen, die für menschliche Benutzer erst viel zu spät erkennbar sind.

Durch hierarchische Bedingungen kann die Kreativität gehemmt werden. Setzen Agenturen zum Beispiel vermehrt auf kreative KI, kann dies zu Stress und Hemmung bei den menschlichen Angestellten führen. So kann das Ergebnis entstehen, dass die KI kreativer als der Mensch wahrgenommen wird, weil zu viele negative Emotionen und die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes die Kreativität der Mitarbeiter hemmt. Kulturell können ebenfalls Probleme entstehen, wenn die Menschen die Maschine nicht akzeptieren und dagegen ankämpfen, statt sich auf diese einzulassen und zum eigenen Vorteil zu nutzen. Dieser Kampf und auch die Angst benötigen Energie, die der eigenen Kreativität entzogen wird. Das Ersetzen unmotivierter oder unkreativer Mitarbeiter durch „kreative KI” ist keine Standardlösung für Unternehmen. Wichtig ist es, Menschen die Zeit und das benötigte Umfeld zu geben, um kreativ zu denken.

 

Mit KI im Designalltag arbeiten

Es gibt noch kein Programm oder ein Plugin, das auf Knopfdruck macht, was wir gerade brauchen. Wer jetzt mit KI arbeiten will, muss sich selbst mit dem Anlernen und Programmieren von GANs oder anderen Modellen beschäftigen oder mit Unternehmen zusammenarbeiten, die bereits Lösungen in dem Bereich haben. Im Vortrag und in meiner Präsentation stelle ich ein paar Tools vor, mit denen man direkt loslegen kann. Viele Designer haben diverse Software sogar schon installiert und nutzen diese.

Ich beschäftige mich intensiv mit diesem Thema und wenn es etwas spannendes Neues gibt, werde ich es hier veröffentlichen und auch das eine oder andere YouTube Video dazu machen. Wer nichts verpassen will, der abonniert am besten meinen Newsletter.

 

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