3 Jahre Design & Fotografie |
Heute sind es genau 3 Jahre Selbstständigkeit. Um dies zu erreichen, habe ich hart gearbeitet. Hat es sich gelohnt? Eine erste Bilanz.
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Feb 01 2019

3 Jahre Design & Fotografie

Heute sind es genau 3 Jahre Selbstständigkeit. Um dies zu erreichen, habe ich hart gearbeitet. Hat es sich gelohnt? Eine erste Bilanz.

Zuerst möchte ich definieren, was “sich lohnen” für mich persönlich bedeutet. Mein Ziel war es, als Selbstständige meine Zeit selbst einteilen zu können. Ich bin oft abends kreativer als morgens und nun kann ich selbst entscheiden, wann ich eine Aufgabe erledige. Manchmal entscheide ich mich, am Wochenende zu arbeiten und nehme mir dafür unter der Woche frei. Dieses Ziel habe ich auf jeden Fall erreicht. Auch hätte ich ohne diese Einteilung meine Bachelorarbeit nie schaffen können. Dort habe ich ausschließlich mit Tageslicht fotografiert und bei einer Festanstellung hätte ich das nicht realisieren können.

Finanziell hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Trotz Vollzeitjob konnte ich nie genug Geld beiseite legen. Egal wie viel ich arbeitete, ich habe nicht mehr Geld erhalten als vertraglich geregelt. Nun bin ich finanziell unabhängiger und muss mir keine Sorgen machen, den Job jederzeit verlieren zu können und ohne etwas dazustehen. Ich habe Phasen an denen ich sehr viel arbeiten muss, habe aber dadurch ein finanzielles Polster geschaffen für Zeiten, an denen nicht so viel passiert. Durch die Schule habe ich ein fast regelmäßiges Einkommen und mittlerweile habe ich Stammkunden mit regelmäßigen Aufträgen. Ich kann trotzdem genug Urlaub machen, auch wenn die Zeiten durch die Schule etwas begrenzter sind. Natürlich kommen einige Kosten dazu wie Versicherungen, Vorsorge und besseres Equipment. Doch selbst wenn ich wenig verdiene oder am Ende wenig übrig bleibt, bin ich glücklicher als zuvor und habe mehr Freizeit, die mir mehr wert ist als alles Geld der Welt.

Jobangebote kommen viel häufiger rein. Das bedeutet nicht, dass ich das nächstbeste Angebot annehmen werde, aber ich weiß, dass ich jederzeit wieder in eine Festanstellung gehen kann. Dies ist aber nicht geplant, zu sehr genieße ich meine Freiheit als Selbstständige. Bisher musste ich auch kaum Akquise machen, es hat sich alles über Zufall oder Vitamin B ergeben und dafür bin ich sehr dankbar.

So viel Erfahrung wie die letzten 3 Jahre konnte ich während meiner Zeit in den Agenturen nicht sammeln. Dort hatte ich, der Struktur geschuldet, keinen Kundenkontakt und hatte nie die Möglichkeit, meine eigenen Ideen zu präsentieren. Nun arbeite ich auf Augenhöhe mit meinen Kunden zusammen. Ich sehe mich nicht mehr als reinen Dienstleister, der das zu tun hat was der Kunde sagt. Meine Kunden und ich sind ein Team, es ist eine Zusammenarbeit und ein Geben und Nehmen. Ich habe Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Branchen und das ist unheimlich interessant und daher macht mir mein Beruf auch so viel Spaß. Ich habe gelernt, mich durchzusetzen und ein Standing als Designerin zu schaffen. Auch die Arbeit an der Schule lehrt mich sehr viel über mich selbst und den Umgang mit anderen Menschen.

Auf meine Referenzen bin ich sehr stolz. Die Arbeiten aus Agenturzeiten fühlten sich oft nicht so an, als wären es “meine”. Nun habe ich viel mehr Einfluss auf die Projekte und meine Kunden vertrauen mir. Es sind tolle Arbeiten entstanden, die ich auch gerne hier auf der Webseite zeige.

Die Bilanz ist gezogen, ganz ohne Zahlen. Ich kann sagen, dass ich meine Entscheidung damals keinesfalls bereue, nicht einen Tag. Es gab sehr harte und stressige Zeiten, gerade wenn bei Job, Schule und Studium alles auf einmal kommt. Doch darauf folgen auch wieder Zeiten ohne viel Stress und ich weiß genau, ich mache das für mich. Für niemanden sonst arbeite ich Tag für Tag, Stunde um Stunde. Und das ist ein schönes Gefühl.

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